Pauschalierungsverordnung

Anhebung der Einnahmengrenze von 24.200,-- auf 33.000,-- Euro. Langjährige Forderung des Maschinenrings umgesetzt.

Ende Dezember 2010 wurde von Finanzminister Josef Pröll die neue Pauschalierungsverordnung 2011 verlautbart, die wesentliche Auswirkungen auf die Gewinnermittlung aus Nebentätigkeiten in der Land- und Forstwirtschaft hat.

Mit dieser Verordnung wurde unter anderem eine unverzichtbare Forderung des Maschinenring Österreich erfüllt – die Erhöhung der Einnahmengrenze aus Nebentätigkeiten von 24.200,-- auf 33.000,-- Euro.

 

Für viele Mitgliedsbetriebe des Maschinenrings spielen die Einkünfte aus Nebenerwerb eine wichtige Rolle. Der Einkommens-Mix moderner bäuerlicher Betriebe besteht aus unterschiedlichen Einnahmenquellen, von denen jede einzelne zum wirtschaftlichen Überleben unserer Land- und Forstwirte beiträgt. Deren rechtliche Absicherung ist daher wesentlich.

Land- und forstwirtschaftlicher Nebenerwerb ist dann als Nebentätigkeit zu verstehen, wenn diese nach ihrer wirtschaftlichen Zweckbestimmung dem land- und forstwirtschaftlichen Hauptbetrieb untergeordnet ist. Ein entscheidendes Kriterium für die Unterordnung stellt die Einhaltung der Einnahmengrenze aus Nebentätigkeiten dar. Diese Grenze lag seit dem Jahr 1994 unverändert bei 24.200,-- Euro und bezog sich auf das alte Umsatzlimit für Kleinunternehmer von 22.000,-- Euro zuzüglich zehn Prozent Umsatzsteuer. Mit 1. Jänner 2007 wurde die Kleinunternehmergrenze auf 30.000,-- Euro (zzgl. USt.) angehoben, die Wertgrenze für die land- und forstwirtschaftlichen Nebentätigkeiten blieb jedoch unverändert bei 24.200,-- Euro.

Die neue Pauschalierungsverordnung, mit der nun die Einnahmengrenze von Nebentätigkeiten auf 33.000,-- Euro erhöht wurde, gilt für die kommenden fünf Jahre, also bis einschließlich 2015.

 

Diesen Erfolg konnte der Maschinenring nur dank seiner 77.000 Mitglieder und der damit verbundenen starken Verankerung in der heimischen Land- und Forstwirtschaft erringen.

 

An dieser Stelle ein recht herzliches Dankeschön an den Maschinenring Österreich, der diese Verordnung maßgeblich einforderte.