Erfreuliche Bilanz bei der Vollversammlung

Am Donnerstag den 21. Juni fand die Vollversammlung des MR Kärnten statt.

Über eine erfreuliche Bilanz kann sich der Maschinenring Kärnten im abgelaufenen Jahr freuen. Ursprünglich als bäuerlicher Selbsthilfeverein vor nahezu 50 Jahren in Kärnten gegründet, hat er sich mittlerweile zu einem der größten Dienstleister des Landes entwickelt, und dies nicht nur in ländlichen Gebieten. So erwirtschaften die Organisation und deren Tochter-Unternehmen mehr als die Hälfte ihres Umsatzes mit Leistungen außerhalb der Landwirtschaft. Im Bereich des Winterdienstes ist der Maschinenring Marktführer in Österreich. Auch bei der Personalbereitstellung zählt er zu den größten Anbietern des Landes. Im Agrar- und Forst-Bereich ist er nach wie vor wichtiger Partner zur Erhaltung bäuerlicher Strukturen und bietet neben einer sozialen Absicherung auch umfangreiche Zuerwerbsmöglichkeiten.

 

Trotz des guten wirtschaftlichen Erfolges der gewerblichen Tochterunternehmen steht der ursprüngliche Agrarbereich immer noch hoch im Kurs. Der Hauptnutzen für die Maschinenring-Mitglieder besteht heute wie damals darin, dass die gemeinsame Nutzung von Maschinen und Geräten wirtschaftliche Vorteile bringt. Die Idee dabei ist gleichermaßen einfach wie genial und kann mit einem Beispiel erklärt werden: „Einer oder mehrere Bauern kaufen sich gemeinsam einen großen, modernen und effizienten Mähdrescher. In Zusammenarbeit mit dem Maschinenring ist eine Auslastung garantiert und das Gerät wird auch bei anderen Betrieben eingesetzt. Somit profitieren alle Beteiligten davon“, erklärt ÖR Josef Steiner, Landesobmann des Maschinenring Kärnten. Dabei übernimmt der Maschinenring die Funktion des beratenden Partners, koordiniert die Einsätze, übernimmt die Einteilung und ist letztendlich für die Verrechnung untereinander zuständig. Für die knapp 7.000 Mitglieder in Kärnten stellt der Maschinenring auch eine starke Interessensvertretung dar. Und im Zuge der sogenannten „Sozialen Betriebshilfe“ wird landwirtschaftlichen Betrieben schnell und unbürokratisch in Notsituationen geholfen.

 

Die Tochterunternehmen des Maschinenring Kärnten

Viele Unternehmen, Gemeinden oder öffentliche Institutionen müssen aus wirtschaftlichen Überlegungen gewisse Leistungen auslagern, um sich auf deren Kerngeschäft konzentrieren zu können. Für diese Unternehmen bietet der Maschinenring ein breites Dienstleistungsangebot. Die vielschichtige Kundenstruktur ist bezeichnend dafür, dass von einem bäuerlichen Kooperationsmodell auch die Wirtschaft profitieren kann.  So werden alleine in Kärnten über 1.300 Objekte im Winterdienst betreut, darunter namhafte Kunden wie die ÖBB, die Lebensmittelketten Spar, Rewe und Hofer und nahezu die Hälfte der Gemeinden. Im Sommer ist der Maschinenring in der Grünraumpflege und -gestaltung tätig. So wird bei unzähligen Unternehmen die komplette Pflege der Außenanlagen und Parkplätze übernommen. In Zusammenarbeit mit der KELAG ist der Maschinenring beim sogenannten „Leitungsfreischneiden“ im Einsatz. Dabei wird kärntenweit für eine sichere Stromversorgung durch freie Leitungstrassen gesorgt. Im Privatkundenbereich werden Dienstleistungen wie Gartengestaltung oder Baum- und Heckenschnitt angeboten. Weitere Sparten der Organisation sind der Forst- und Energiebereich sowie die Personal-Bereitstellung. Als klassischer Vollsortimenter im Forst-Dienstleistungsbereich tritt der Maschinenring auch als Biomasselieferant am Markt auf. Und schließlich zählen viele Wirtschaftsbetriebe auf die zuverlässigen und motivierten Arbeitskräfte, die vom Maschinenring vermittelt werden. Dabei sieht man sich als Qualitätsanbieter in der gewerblichen Arbeitskräfteüberlassung.

  

 

Vollversammlung des Maschinenring Kärnten am 21. Juni 2012 

Im Rahmen der Vollversammlung des Maschinenring Kärnten am 21. Juni 2012 wurden im Festsaal der Landwirtschaftlichen Fachschule Buchhof die Zahlen des Jahres 2011 präsentiert. Maschinenring-Obmann ÖR Josef Steiner und die Geschäftsführer des MR Kärnten, Ing. Johannes Graf und Mario Duschek, konnten zahlreiche Funktionäre, Mitarbeiter, Freunde und Partner des Maschinenring Kärnten begrüßen. Unter den vielen Gästen waren auch Landwirtschaftskammer-Präsident ÖR Ing. Johann Mößler, LAK-Präsident Ing. Harald Sucher, LAK-Kammeramtsdirektor Dr. Rudolf Dörflinger, LK-Vizepräsident ÖR Anton Heritzer, Vorstandsvorsitzender der Unser Lagerhaus WHG, DI Peter Messner, SVB-Vorsitzender ÖR Franz Schmid, der Obmann-Stellvertreter des MR Österreich, BKO Josef Wumbauer sowie der Kärntner Spitzen-Winzer Mag. Erwin Gartner.