Frauen in der Landwirtschaft

Am 8. März war Weltfrauentag! Frauen mischen auch in der Landwirtschaft kräftig mit.
Gerade zum Weltfrauentag wurde sehr viel über das Thema „Gleichberechtigung und Frauen in der Wirtschaft“ diskutiert. Ein aktuelles und positives Beispiel, dass Frauen nicht nur in der Wirtschaft sondern auch in der von Männern dominierten Landwirtschaft in Führungspositionen mitmischen, zeigt die größte landwirtschaftliche Dienstleister des Landes, der Maschinenring.

Frauen in Führungspositionen
Ohne das Engagement und die Präsenz von Frauen, würde natür-lich auch die Landwirtschaft nicht funktionieren. Doch bran-chenbezogene Funktionen oder Tätigkeiten im Bereich der Ver-tretung des landwirtschaftlichen Berufstandes, werden klar von Männern dominiert. Dies war in der Vergangenheit auch beim Kärntner Maschinenring so. Im Landesverband werden zehn örtliche Maschinenringe gebündelt, die rund 7000 Mitglieder (land- und forstwirtschaftliche Betriebe) betreuen und neben der Vermittlung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen auch stark ihre soziale Kompetenz wahrnehmen, wie beispielsweise in der sozialen Betriebshilfe. Mit der Maschinenring-Service-Genossenschaft ist man aber auch im Gewerbe tätig und ist der größte Winterdienstleister (Schneeräumung etc.) des Landes. Im Bereich der Grünraumpflege und des Winterdienstes werden rund 1.500 Objekte betreut. Seit jeher wurden die Geschäftslei-tungen der örtlichen Ringe durch Männer besetzt. Diese Domäne wurde das erste Mal vor zwei Jahren durch Mag. Carmen Payer durchbrochen, die die Geschäftsführung des Maschinering Gurk im Bezirk St. Veit/Glan übernahm. „Gerade in der eher konserva-tiven Landwirtschaft gibt es seit jeher klare Regeln und Struktu-ren, umso mehr spornt es mich an, mich tagtäglich in diesem Bereich durch zu setzen“. Mit über 1300 Mitgliedern ist der Ma-schinenring Gurk übrigens der mitgliederstärkste Ring des Lan-des. Negative Einflüsse nach ihrer Bestellung zur Geschäftsführe-rin gab es kaum welche, „obwohl anfangs das Gefühl der Beo-bachtung spürbar war“, so Payer. Mit Anfang März wurde nun auch die Geschäftsführung des Maschinenring Wolfsberg durch eine Frau besetzt. Ing. Barbara Muchitsch übernahm die Leitung des Ringes und ist nun seit ein paar Tagen in ihrem Amt. „Die Herausforderung ist groß, doch gerade auch deshalb freue ich mich sehr auf meine neue Aufgabe“, so Muchitsch, die sich mit der Entscheidung zur Übernahme des Postens für eine Karriere mit Kind und Familie entschieden hat.

Gute Ausbildung für Frauen
Die Verbesserung der Chancen für Frauen in der Landwirtschaft hängt auch mit den guten Ausbildungsmöglichkeiten zusammen, die den Frauen mittlerweile am Agrarsektor geboten werden. Das Ausbildungsportfolio der landwirtschaftlichen Fachschulen hat sich in den letzten Jahren stark geändert. So absolvierten auch Carmen Payer (am Bild rechts) und Barbara Muchitsch (am Bild links) die HLFS-Pitzelstätten, die ihren Abgängerinnen eine Vielzahl von interes-santen Berufs- oder Ausbildungsmöglichkeiten eröffnet. Das be-reits stattfindende Umdenken zur Gleichberechtigung für Frauen wird auch in der Landwirtschaft weiter vorangetrieben. Beim Maschinering Kärnten ist dies landesweit im Angestelltenbereich bereits erfolgt: 27 männliche Dienstnehmer stehen derzeit 26 starken Frauen gegenüber. Vorbildlich!