Gemeine Wiesenrispe

Grünlandsanierung und Bekämpfung von der Gemeinen Wiesenrispe.

 

 Am Freitag den 20.August 2010 veranstalteten das Lagerhaus- Lavanttal, die Lk-Kärnten, und der Maschinenring-Wolfsberg eine Vorführung zur Grünlandsanierung in Reinfelsdorf  bei dem Betrieb Janschitz vlg. Hafner. Der Milchviehbetrieb ist natürlich auf eine gute Grundfutterqualität angewiesen und deshalb ist es auch wichtig das Grünland zu pflegen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Bekämpfung der Gemeinen Wiesenrispe. Die Gemeine Rispe ist ein Ungras das sich in den letzen Jahren auch im Lavanttal immer stärker verbreitet. Die Ausbreitung wird durch eine Über/Unternutzung oder Über/Unterdüngung begünstigt, da sie als Lückenfüller in diesen Beständen auftritt. Das Problem liegt oft bei der  Erkennung der Gemeinen Rispe da sie mit der wertvollen Wiesenrispe leicht verwechselt wird. Meistens verbreitet sich die Rispe auch unbemerkt weil sich viele Landwirte mit dieser Thematik zu wenig Beschäftigen. Bleibt der Anteil der Gemeinen Rispe unter fünf Prozent ist sie für die Fütterung und den Pflanzenbestand kein Problem. Spätestens ab einen vorkommen von über 20 Prozent müssen Sanierungsmaßnahmen getroffen werden! Weil die Gemeine Rispe sehr seicht Wurzelt, wird  oft Wurzelmasse, die einen muffigen Geruch besitzt, mit in das Futter gebracht, was zu einer geringeren Akzeptanz des Futters bei den Tieren Führt. Gerade in einem Jahr wie heuer ist eine Nachsaat sehr wichtig, den durch die Trockenheit haben sich Lücken in der Grasnarbe gebildet welche ohne Sanierung von den Unkräutern geschlossen werden. Der beste Zeitpunkt Für eine Grünlandsanierung in unserem Gebiet ist im Herbst bis spätestens 10.September weil dann genug Feuchtigkeit vorhanden ist. Nach einer Nachsaat sollte man generell Früher Mähen, damit die Saat nicht vom Altbestand unterdrückt wird. Bei häufiger Schnittnutzung (frühe Mahd) sollte man Jährlich 10- 15 kg/ ha Nachsähen um den Pflanzenbestand stabil zu halten (Obergräser und Klee fördern). Wer Bestände mit der Gemeinen Rispe Sanieren will, sollte ein Nachsaatgerät mit stärkeren zinken und eventuell Prismenwalzen Verwenden. Bei diesen Geräten wird die Grasnarbe Stärker entfilzt um die gemeine Rispe aus dem Boden zu bekommen und platz für das saatgut zu machen. Mann sollte nach der Ersten Überfahrt das entfilze matereal mittels Schwader und Ladewagen Verbringen. Wichtig dabei ist das man immer nur in eine Richtung schwadet und sauber abtransportiert weil die Rispe bei feuchtem Wetter wieder  bestocken kann. Bei der zweiten Überfahrt sollte man eine Saatstärke von 20-25 kg/ha wählen denn bei starker Verunkrautung kann sich eine lückigkeit von bis zu 70-80% ergeben. Es sollte eine schnell anwachsende Saatgutmischung verwendet werden damit die Grasnarbe wieder geschlossen, und vor erneuter Verunkrautung geschützt wird. Wer Interesse an einer Grünlandsanierung hat soll sich beim Maschinenring melden.