Infoveranstaltung

Trockenschäden im Grünland - Bestandsbeurteilung und Sanierung
Der extrem heiße und trockene Sommer hinterlässt seine Spuren. Viele Betriebe leiden unter Dürreschäden und Futterknappheit. Auch das Grünland ist stark in Mitleidenschaft gezogen.
Die Landwirte stellen sich die Frage, wie kann und soll ich in dieser schwierigen Zeit reagieren.
Der Maschinenring hat am 19. August 2013 zum Thema „Trockenschäden im Grünland – Bestandesbeurteilung und –sanierung“ eine Informationsveranstaltung organisiert.
Die Wiesen und Weiden unterhalb des Schlosses Gradisch boten dafür den idealen Rahmen.
Zahlreiche Mitglieder und Interessierte folgten der Einladung.
Nach der Begrüßung ging Obmann Günter Tschernitz kurz auf die Bewirtschaftung seiner Grünlandflächen ein. In normalen Jahren wird die Fläche dreimal gemäht und im Herbst noch beweidet. Die Fläche wird sowohl mit Gülle, als auch mit Handelsdünger NAC versorgt. Im heurigen Jahr erfolgte auch eine Kalkung. Der dritte Schnitt ist gänzlich ausgefallen. Die Grasnarbe ist zwar dicht, aber doch sehr verfilzt und stark geschädigt.
Herr Hans Kogler schilderte kurz die Bewirtschaftung seiner angrenzenden intensiv geführten Koppelweide. Durch die optimale Düngung und Pflege in Kombination mit entsprechender Nutzung erreicht er eine sehr leistungsfähige und dichte Grasnarbe mit wenig „Geilstellen“.
Als Berater und Referent konnte Herr Ing. Hans Egger von der LK Kärnten gewonnen werden.
Die Besucher verfolgten sehr interessiert seine Ausführungen.

Er sprach u.a. folgende Punkte an:
- Es gilt die Ertragsfähigkeit des Grünlandes zu erhalten.
- Es muss ein entsprechender Bestand an wertvollen Gräsern, Leguminosen und Kräutern vorhanden sein.
- Eine gut geführte Weide, mit guter Nährstoffversorgung übersteht die Trockenheit besser, als eine extensive Hutweide.
- Gerade in Trockenjahren kann Ende August bis Anfang September eine Grünlandsanierung mit Nachsaat durchaus erfolgsversprechend sein. Der wichtigste Erfolgsfaktor ist jedoch der Niederschlag.
- Für die Nachsaat muss das Grünland entsprechend vorbereitet werden. Es sollte kurz gemäht werden.
- Ist die Grasnarbe verfilzt, sollte sie scharf gestriegelt werden. Der trockene Filz muss anschließend geschwadet und mit dem Ladewagen vom Feld gebracht werden. Erst dann ist eine Nachsaat mit den verschiedenen Geräten sinnvoll.

Der Maschinenring Feldkirchen konnte bei der anschließenden Vorführung 4 verschiedene Nachsaatgeräte zeigen. (siehe Fotos und Beschreibung). Nach der Vorstellung der Geräte durch Herrn Ing. Hans Egger und den jeweiligen Besitzern konnten die Besucher die Geräte im praktischen Einsatz beurteilen.
Durch die Trockenheit konnte sich auch der Ampfer überdurchschnittlich gut behaupten. Ein für die Punktbekämpfung zugelassenes Gerät, der Rotowiper kam auch zum Einsatz. Dieses Gerät benetzt die höher gewachsenen Ampferpflanzen mit Pflanzenschutzmittel. Die besonderen Vorteile liegen dabei in der Schonung des Wiesenbestandes und im sparsamen Herbizideinsatz.
Abschließend bedankte sich GF Arno Gössinger bei allen Mitwirkenden und den zahlreichen Besuchern für das Interesse. Im „Lifthaus Gradisch“ fand die Veranstaltung einen gemütlichen und geselligen Ausklang.
Für nähere Infos zum aktuellen Thema steht das Büro das MR Feldkirchen gerne zur Verfügung.