MR Projekt des Jahres Innovation

Innovation vom Land für das Land

Preisträger Maschinenring-Projekt des Jahres 2014
Im Rahmen der Maschinenring Bundestagung, die Ende September 2014 in Bad Schallerbach (OÖ) stattfand, wurden traditionsgemäß die Preisträger des Maschinenring-internen Innovationspreises „Maschinenring-Projekt des Jahres“ gekürt. Das Rennen machte ein gemeinsames Projekt niederösterreichischer Maschinenringe, das Qualitätsstandards mobiler Weinfüllanlagen zum Inhalt hat.
Die Verleihung fand im festlichen Rahmen der Maschinenring-Gala am 25. September 2014 statt. Die Vorentscheidung für die sechs nominierten Finalisten aus insgesamt 13 Einreichungen traf in bewährter Manier eine Jury unter der Leitung von Doz. Dr. Karl Buchgraber, wissenschaftlicher Leiter des Institutes Pflanzenbau und Kulturlandschaft des LFZ Raumberg-Gumpenstein. Die Endentscheidung oblag den Gästen der Bundestagung.

Jury-Leiter Dr. Buchgraber zeigte sich begeistert vom Innovationsgeist innerhalb der Maschinenringe: „Lösungen für die Menschen in der Landwirtschaft bzw. am Land gemeinsam zu erarbeiten, ist meiner Einschätzung nach eine große Stärke der Maschinenringe. Die Organisation schafft ein fruchtbares Klima für innovative und kreative Mitglieder, die spüren, was in der Landwirtschaft und am Land notwendig ist.“
Matthias Thaler, Bundesgeschäftsführer und Bundesobmann Hans Peter Werderitsch würdigten bei der Bundestagung das Engagement der einreichenden Ringe und deren Bereitschaft, sich für den Innovationspreis zu bewerben.
Folgende Projekte wurden mit einem Preis ausgezeichnet:

1. Platz: Qualitäts- und Hygienestandards bei mobilen Weinfüllanlagen

Der erste Platz ging an die Maschinenringe Wiener Becken, Weinviertel, St. Pölten, Krems-Gföhl und Niederösterreich-Wien für ihr gemeinsames Projekt, mit dem die mobile Weinabfüllung in Gemeinschaften qualitativ optimiert und effizienter organisiert werden.
Der Maschinenring bespielt hier eine attraktive, sehr spezielle Nische im Bereich der Agrardienstleistungen in einem gehobenen Standard, der dem großen Qualitätsanspruch der Kunden folgt. Viele Weinhauer aus Niederösterreich lagern mittlerweile einen wichtigen Herstellungsschritt, das Abfüllen in Flaschen, an den Maschinenring als externen Partner aus. Die Ansprüche dabei sind hoch – schließlich geht es um die Herstellung von Lebens- bzw. Genussmitteln – und werden vom Projekt „Qualitäts- und Hygienestandards bei mobilen Weinfüllanlagen“ professionell erfüllt. Mit der ISO-Zertifizierung hat man hier auch ein Alleinstellungsmerkmal herausgearbeitet.
Preisträger
2. Platz: Photovoltaik für die Landwirtschaft
Den 2. Platz holten sich der Maschinenring und Betriebshilfering Braunau & CoKG für sein groß angelegtes Photovoltaik-Projekt.
Nachhaltigkeit in der Energieversorgung ist für den Maschinenring Braunau nicht nur ein leeres Schlagwort. Für die Maschinenring-Mitglieder wurde ein nahezu risikoloses partnerschaftliches Geschäftsmodell ausgearbeitet, das vorrangig Dachflächen auf landwirtschaftlichen Gebäuden zur Stromerzeugung aus Photovoltaikmodulen nutzt, dabei für die teilnehmenden Bauern Steuervorteile bringt und darüber hinaus eine weithin sichtbare Vorbildwirkung erfüllt. Mehr als 2.200 kWp Leistung wurden unter fachlicher Unterstützung lokaler Elektrounternehmen bereits installiert und die weitere Nachfrage ist groß. Dass der Maschinenring hinter der umweltfreundlichen Idee und Ausführung steckt, davon zeugen auch die Hoftafeln.


3. Platz: Futtermittelbeschaffung nach Trockenheit
Der dritte Platz ging an den Obersteirischen Maschinenring für seine Initiative nach den Ernteausfällen, bedingt durch die Trockenperiode im Jahr 2013 in der Region.
Als die Dürre im Jahr 2013 die wirtschaftliche Existenz der Landwirte im Ringgebiet bedrohte, startete der Obersteirische Maschinenring beherzt und rasch die Hilfsaktion „Futtermittelbeschaffung nach Trockenheit“. Das Projekt entpuppte sich rasch als komplexe Herausforderung in logistischer und gewerberechtlicher Hinsicht. Den Verantwortlichen wurde zudem auch ein ordentliches Maß an Risikobereitschaft abverlangt. Ringübergreifend gelang es die Kräfte zu bündeln und so die Futtermittelversorgung sicher zu stellen. Zu guter Letzt wurde damit auch die Basis für die Entwicklung eines neue Geschäftsfelds gelegt, in dem dieser Maschinenring nun österreichweit eine Pionierstellung hat.

Ausstellung mit den sechs nominierten Projekten
Der Wettbewerb zur Wahl des „Maschinenring-Projekt des Jahres“ vermittelt in Best-Practice-Manier nachahmenswerte Projekte innerhalb der Maschinenring-Organisation. Den Innovationswettbewerb des Maschinenrings gibt es seit dem Jahr 2007. Ziel ist es, die innovativen Ideen der Ringe und Mitglieder vor den Vorhang zu holen und einen Know-how-Transfer innerhalb der Organisation zu erreichen. Eine Wissensdatenbank, eine Broschüre und eine Ausstellung, die die Projekte dokumentieren, geben Impulse für neue Projekte und Ideen.