Pauschale Betriebshilfe

Seit 1. Jänner 2013 bietet die Sozialversicherung der Bauern einen Zusatz zur herkömmlichen sozialen Betriebshilfe als Sachleistung an.
Wie der Name schon sagt, wird seitens der SVB der Betrieb pauschal für gewisse Krankheitsbilder entschädigt. Die Krankheitsbilder sind mit durchschnittlichen Genesungszeiträumen definiert, wobei hier meist der Idealfall anvisiert wird.
Die Zeit für die pauschale Betriebshilfe kann je nach Intensität der Krankheit variieren. Und genau hier besteht das Problem.

Kriterien für die Inanspruchnahme der pauschalen Betriebshilfe:
- Mindestens zweitägiger Aufenthalt im Krankenhaus
- Nur bestimmte schwerwiegende medizinische Diagnosen
- Kein Zuschuss für die ersten sechs Tage
- € 30,00 pro Tag
- Meldung und Antrag über die Hotline der SVB – 01 / 797 06 24 80

Beispiel:
Landwirt Huber, Milchviehbetrieb mit 20 Kühen und Nachzucht, springt am 10. Jänner 2013 vom Traktor und zieht sich einen Fersenbeinbruch zu. Für die Stallarbeit benötigt er täglich für drei Stunden eine Ersatzarbeitskraft. Der Betriebshelfer bekommt € 13,00 pro Stunde.
Ein Fersenbeinbruch ist in unserem Beispiel mit 21 Tagen bemessen. Da es die ersten sechs Tage und an Sonn- und Feiertagen keinen Zuschuss gibt, bleiben für die Berechnung des Zuschusses nur noch 13 Tage übrig.

13 Tage x € 30,00 = € 390,00

Sollte der Landwirt mit diesen drei Wochen nicht auskommen, muss er sich beim Maschinenring melden. Er hat ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit einer Verlängerung, jedoch auf Basis der
normalen sozialen Betriebshilfe. Eine Verlängerung der pauschalen Betriebshilfe ist nicht möglich.