Erosionsschutz in Hanglagen durch Streifenfrässaat im Maisbau

Maisanbau ist für viele rinderhaltende Betrieb zur Futtergewinnung ein wichtiger Faktor. Doch gerade im Berg- bzw. im Hügelland gestaltet sich der Anbau von Mais oft schwierig. Die Hanglage der bewirtschafteten Flächen begünstigt besonders bei Starkregen die Erosion, die in Folge zu starken Ertragseinbußen führen kann.
Eine Möglichkeit der Erosion entgegenzuwirken stellt die Streifenfrässaat dar. Diese Technik ist ein Kompromiss zwischen dem konventionellen Anbau mittels Pflug und der Direktsaat. Eine Fräse bereitet ein circa 30 Zentimeter breites und bis zu 15 Zentimeter tiefes Saatbeet vor. Die auf der Fräse aufgebaute Sämaschine legt im Anschluss das Saatgut in das vorbereitete Saatbeet. Bei Bedarf kann gleichzeitig eine Düngung erfolgen. Dadurch, dass zwischen den einzelnen Reihen die Bodenstruktur vollständig erhalten, wird der Erosion entgegengewirkt. Vor dem Anbau sollte allerding die Vorkultur mittels Breitbandherbizid behandelt werden um dem Mais einen besseren Aufgang zu ermöglichen.
Ein weiterer wesentlicher Punkt ist der wirtschaftliche Faktor. Dadurch, dass mehrere Arbeitsgänge (Pflügen, Düngen, Grubbern, Säen,…) in einem Arbeitsgang vereint werden, kann sich durch diese Anbauvariante auch ein finanzieller Vorteil gegenüber herkömmlichen Methoden ergeben. Der Einsatz der Streifenfrässaat erfordert einen leistungsstarken Traktor ab etwa 120 PS je nach Hanglage.
Die Erfahrungsberichte der Landwirte in der Buckligen Welt, welche auf diese Anbauvariante bereits in der Vergangenheit zurückgegriffen haben, befürworten die Streifenfrässaat als zukunftsorientiertes Verfahren und empfehlen diese weiter. Es sind auch weitere Einsätze vom Maschinenring Bucklige Welt geplant. Bei genügend Interessenten und ausreichender Auslastung ist der Einsatz einer solchen Maschine in einer Maschinengemeinschaft durchaus denkbar. Bei Anfragen und Interesse im Maschinenringbüro unter 059 060-382 melden.