Bauern für Bauern mit Erfolgsbilanz

Schinko: Maschinenring baut auf Solidarität und soziales Engagement
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Gelebte bäuerliche Solidarität ist wesentlicher Teil der über 50-jährigen Erfolgsgeschichte der Maschinenring-Idee in Österreich. „Der Gedanke des Zusammenhaltens und der gegenseitigen Hilfe ist der Kern all unserer Aktivitäten“, betont Johann Schinko, neu bestellter Ehren-Obmann des Vereins „Bauern für Bauern“, „ohne diesen Gedanken gäbe es den Maschinering nicht.“ Aus diesem Grund beschränkt sich das soziale Engagement der landesweit tätigen Organisation nicht nur auf die „Soziale Betriebshilfe“ zur Absicherung von Landwirten im Falle von Krankheit oder Unfällen, sondern umfasst auch die seit 2007 jährlich stattfindende Spendenaktion „Bauern für Bauern“.

Sofort-Hilfe für elf in Not geratene bäuerliche Familien
Allein durch die Weihnachtsaktion 2010 konnten durch „Bauern für Bauern“ rund 38.000,- Euro für notleidende bäuerliche Familien gesammelt werden, seit dem Beginn der Aktion vor vier Jahren bereits mehr als 160.000,- Euro. Im vergangenen Jahr wurden elf Familien mit Beträgen zwischen 500,- und 5.000,- Euro unterstützt.

Hochkarätiges Gremium wacht über den Einsatz der Spenden
Über die Treffsicherheit der eingesetzten Spendengelder wacht ein unabhängiges Gremium, dem Vertreter der Landwirtschaftskammer Österreich, des Agrarischen Informationszentrums und der BauernZeitung angehören. Die administrative Abwicklung der gesamten Spendenaktion sowie die Auszahlung der Gelder erfolgt über den Maschinering Österreich. Eine Unterstützung kann österreichweit in den 92 Maschinenring-Geschäftsstellen beantragt werden. Die eingelangten Anträge werden von der Landwirtschaftskammer in Zusammenarbeit mit den örtlichen Maschinenringen evaluiert.

Dank an Spender, Partner & Helfer
„Unser Dank gilt den zahlreichen Spendern, die mit ihrem Geld überhaupt erst unsere Hilfestellung ermöglichen, aber auch den organisatorischen Partnern und Helfern der Spendenaktion „Bauern für Bauern“, unterstreicht Maschinenring-Bundesobmann LKR Hans Peter Werderitsch. „Erst durch das Zusammenspiel vieler Kräfte kann Gutes entstehen.“ So finanziert die Raiffeisen-Landesbank Oberösterreich den Druck bzw. Versand sämtlicher Erlagscheine und bewirbt in ihrem Filialnetz „Bauern für Bauern“ bei Kunden wie auch Mitarbeitern. Als Medienpartner konnten sowohl die Österreichische BauernZeitung als auch der Fortschrittliche Landwirt gewonnen werden. Die Arge Kompost & Biogas stellte Platz in ihrer Mitgliederzeitung zur Verfügung und die Landwirtschaftskammer Österreich trug tatkräftig mit ihrer gesamten Organisation zum Gelingen der Spendenaktion bei.

Schicksal, das berührt
„Erst wenn wir mit der realen Not von Familien konfrontiert werden, wissen wir plötzlich um die Bedeutung von unserem Engagement“, verdeutlicht Dr. Matthias Thaler, Bundesgeschäftsführer des Maschinenring Österreich, das Anliegen seiner Organisation. „Beispielsweise konnten wir einer Bauernfamilie aus der Steiermark helfen, deren Familienvater im letzten Jahr bei Holzschlägerungsarbeiten tödlich verunglückte. Die Witwe, die bis zu diesem Unglücksfall neben der Landwirtschaft halbtags gearbeitet hat, führt nun alleine den Bergbauernhof, der aufgrund der Steillage nur mit Spezialmaschinen bewirtschaftet werden kann. Die Bäuerin möchte den Betrieb solange weiterführen, bis der ältere ihrer beiden Söhne (zehn und 14 Jahre alt), der derzeit eine landwirtschaftliche Fachschule besucht, den Betrieb übernehmen kann. Zusätzlich befindet sich das Wohnhaus in einem sehr schlechten Zustand. Für die Sanierung fehlt jedoch durch den Unglücksfall das Geld. Nachdem der alte Heizkessel im letzten Winter ausgefallen war, konnte das Haus nur mit einem Provisorium beheizt werden. Mit der zusätzlichen Unterstützung von „Bauern für Bauern“ war es der Familie zumindest möglich, einen neuen Heizkessel anzuschaffen.

Bauern für Bauern – Hilfe, die ankommt
„Natürlich ist es auch abseits der großen Spendenaktion stets möglich, aktiv Unterstützung zu leisten, denn die Not kennt keine Saison und leider auch keine Ruhezeiten“, so Mag. Heidemarie Magdihs, Geschäftsführerin des Vereins „Bauern für Bauern“. „Mit jedem einzelnen Euro können in Not geratene bäuerliche Familien unterstützt werden".

Wichtig sei es aber auch, betroffenen Bauernfamilien die Scheu zu nehmen, sich um Unterstützung zu bemühen. Hier seien vor allem die Maschinenring-Mitarbeiter und Funktionäre in den Regionen gefordert, weil sie die Situation vor Ort kennen und auch wissen, wenn eine Familie Hilfe braucht.
Anträge können laufend bei den lokalen Maschinenringen eingebracht werden.

Zur Person Johann Schinko:
Johann Schinko übernimmt mit 15. März 2011 die Ehren-Obmannschaft des Vereins „Bauern für Bauern“ und ist damit unter anderem für die Vergabe der Spendengelder verantwortlich. Bis 2003 war Johann Schinko Bundesobmann des Maschinenring Österreich, davor bekleidete er die Funktion des Landesobmannes des Maschinenring Oberösterreich sowie der Sozialversicherungsanstalt der Bauern in Oberösterreich. Während seiner Funktion als Bundesobmann wurde zwischen der Sozialversicherung der Bauern und dem Maschinenring erstmals der Vertrag zur Einführung der bundesweiten „Sozialen Betriebshilfe“ für die Land- und Forstwirte unterzeichnet.

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Neuer Ehrenobmann "Bauern für Bauern"


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