Den Generationen verpflichtet – für die Zukunft gerüstet

Es waren rund 530 Mitarbeiter/-innen und Funktionär/-innen dabei.
Den Generationen verpflichtet – für die Zukunft gerüstet
v.r.n.l.: Bundesobmann LKR Hans Peter Werderitsch und Landesobmann Hannes Haas

Maschinenring Bundesobmann Hans Peter Werderitsch: Die „Profis vom Land“ können auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 in allen drei Unternehmensbereichen – Agrar, Service und Personalleasing – zurückblicken.

„Seit seiner Gründung vor mehr als 50 Jahren unterstützt der Maschinenring bäuerliche Betriebe dabei, wirtschaftlich erfolgreich und konkurrenzfähig zu bleiben. 60 Prozent der heimischen Landwirtschaftsbetriebe sind heute Mitglied beim Maschinenring. Darüber hinaus verbindet der Maschinenring mit seinen Angeboten und Dienstleistungen erfolgreich Landwirtschaft, Kommunen, Unternehmen und Privatkunden. Mit einem Gesamtjahresumsatz von 306,9 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2011 ist der Maschinenring als regional agierender und stabil verankerter Wirtschaftsfaktor, Dienstleister und Arbeitgeber im ländlichen Raum unverzichtbar“, unterstrich Maschinenring-Bundesobmann Hans Peter Werderitsch bei der Bundestagung des Maschinenrings, die vom 26. bis 28. September 2012 in Kitzbühel stattfand.

Mehr als 500 Maschinenring-Mitglieder, Funktionäre und Interessenten aus ganz Österreich nahmen an der diesjährigen Maschinenring-Bundestagung teil, die heuer vom MR Tirol ausgerichtet wurde. „Unter dem Motto ,Generationen verpflichtet’ haben wir versucht, wesentliche Zukunftsfragen für den Maschinenring im Rahmen der Konferenz zu erörtern. Wir hoffen, dass wir mit den Fachvorträgen bzw. Exkursionen Impulse innerhalb unserer Organisation setzen konnten. Auch die Verleihung des Innovationspreises ,MR-Projekt des Jahres’ schlägt in dieselbe Kerbe“, umreißt der Tiroler Maschinenring-Obmann Hannes Haas die inhaltliche Ausrichtung der größten heimischen Maschinenring-Veranstaltung.

„Leistbare Landwirtschaft“ durch Maschinenring-Kooperation und Dienstleistungen

Im Rahmen der Bundestagung fand auch die Generalversammlung des Maschinenrings statt, bei der die aktuellen Geschäftszahlen präsentiert wurden. Im Bereich Maschinenring Agrar – den Dienstleistungen von Landwirt zu Landwirt – gelang es trotz rückläufiger Tendenzen im gesamten  Agrarmarkt ein stabiles Ergebnis zu erzielen. „Mit rund 77.000 Mitgliedern sind drei von fünf heimischen landwirtschaftlichen Betrieben beim Maschinenring. Mehr als 21.000 Landwirte nutzen die Arbeit im Maschinenring für ein sicheres Zusatzeinkommen zur eigenen Landwirtschaft. Mit diesem Kooperations- und Dienstleistungsmodell, gemeinschaftlich genutzten Maschinen oder Produktions- und Vermarktungsgemeinschaften gelingt es die Wirtschaftskosten für den einzelnen Betrieb deutlich zu reduzieren und damit trägt der Maschinenring wesentlich zur Erhaltung der flächendeckenden bäuerlichen Land- und Forstwirtschaft in Österreich bei“, betont Werderitsch. Insgesamt wurden im Geschäftsfeld Agrar im Geschäftsjahr 2011 Agrarverrechnungswerte in Höhe von 120,7 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einer Steigerung gegenüber 2010 von 1,67 Prozent.

Eine zentrale Leistung im Agrarbereich ist nach wie vor die soziale Betriebshilfe, die z. B. bei Krankheit, Unfall, Todesfall oder bei Rehabilitation eines Betriebsführers bzw. einer Betriebsführerin von jedem landwirtschaftlichen Betrieb, unabhängig von einer Ringmitgliedschaft, beantragt werden kann. Die vom Maschinenring in Zusammenarbeit mit der Sozialversicherungsanstalt der Bauern seit 1996 geleistete Vermittlung qualifizierter Hilfe am Hof garantiert rasche Unterstützung in Notsituationen. 2011 konnte in 4.910 Fällen rasch und effizient geholfen werden. Insgesamt wurden 830.774 Arbeitsstunden im Rahmen der sozialen Betriebshilfe geleistet.


Service für Unternehmen, Kommunen und Privatkunden

Mit der Sparte „Service“ hat sich der Maschinenring seit 1995 in ganz Österreich als kompetenter Partner für Unternehmen, Kommunen und Privatkunden in agrarnahen Dienstleistungen etabliert.  Landschafts- und Grünraumpflege, Baumpflege, Objektbetreuung oder Winterdienst werden hier beispielsweise angeboten. 1.700 Gemeinden, das sind 74 Prozent aller österreichischen Kommunen, vertrauen in diesen Bereichen bereits auf den Maschinenring und lagern bestimmte Aufgaben an ihn aus.

„Für die Maschinenring-Dienstleister bedeutet der Einsatz im Bereich Service eine weitere Möglichkeit ein Zusatzeinkommen das ganze Jahr über zu erwirtschaften. Der Maschinenring schafft es in diesem Bereich erfolgreich die jeweilige Situation, bzw. Verfügbarkeit des Landwirts – abgestimmt auf die eigene betriebliche Situation, z. B. bei betrieblichen Arbeitsspitzen – und die Kundenwünsche aufeinander abzustimmen. Gleichzeitig gelingt es dabei einen hohen Qualitätsanspruch zu erfüllen und zu garantieren. Das und die Verlässlichkeit unserer Dienstleister werden von Kundenseite besonders geschätzt“, sagt der Bundesobmann.

Trotz witterungsbedingter zum Teil enormer Einbrüche im Winterdienst, da der außergewöhnlich milde Winter 2011 vergleichsweise wenige Einsätze erforderte – in Kärnten beispielsweise ging der Umsatz um fast 44 Prozent zurück, gesamtösterreichisch Betrug das Minus in diesem Bereich fast 16 Prozent – wuchs der Gesamtumsatz der Sparte Service um 0,68 Prozent auf rund 139 Millionen Euro. Maschinenring Service ist damit auch 2011 der umsatzstärkste Geschäftsbereich.


Maschinenring Personalleasing – die besten Mitarbeiter im Land

Ein deutliches Wachstum verzeichnete erneut der Zeitarbeitssektor des Maschinenrings. Die Umsätze der MR Personal eGen stiegen im letzten Geschäftsjahr um 18,2 Prozent auf 49,87 Millionen Euro. Das Tochterunternehmen des Maschinenring Österreich und der Maschinenring Landesverbände hat sich seit der Gründung 1997 zu einem der großen Player am österreichischen Markt der Arbeitskräfteüberlasser entwickelt. Bei der Zahl der vermittelten Arbeitskräfte rangiert die Maschinenring Personal eGen auf Rang fünf der heimischen Personalbereitsteller, im ländlichen Raum ist sie sogar Marktführer. Vor allem Klein- und Mittelunternehmen vertrauen auf Personal von Maschinenring Personalleasing. An rund 2.500 Auftraggeber wurden im Geschäftsjahr 2011 durchschnittlich zwei MitarbeiterInnen verliehen. Die Zahl der DienstnehmerInnen stieg von 2010 auf 2011 um 13,95 Prozent auf 5.106.


Vom bäuerlichen Selbsthilfeverein zum führende Personal- und Maschinendienstleister, der auch für künftige Herausforderungen gerüstet ist

„Das Bewusstsein um die Wurzeln der Maschinenring-Organisation spielt in all unseren Überlegungen und Maßnahmen eine ungebrochen wichtige Rolle, gleichzeitig geht es aber stets auch darum in einem offenen Klima des Miteinander den Maschinenring zukunftsfit zu halten, in die nächsten Jahre zu führen und auch die Verbundenheit zur nächsten Generation aufzubauen. Denn gerade auf sie warten in der Landwirtschaft mit vielen sich abzeichnenden Veränderungen auf Lebensmittel- und Rohstoffmärkten in Europa und global große Herausforderungen. Herausforderungen, in denen die Partnerschaft mit dem Maschinenring den bäuerlichen Betrieben in Österreich auch weiterhin Unterstützung bieten kann und wird“, ist Werderitsch überzeugt.

Rückfragen:
Maschinenring Österreich
DI Roland Wallner
T 059 060 / 900 55
E roland.wallner@maschinenring.at