Begehrte Schwerarbeit:

Große Nachfrage nach Maschinenring-Projekt „Freiwillig am Bauernhof“
Projekt „Freiwillig am Bauernhof“
Der Maschinenring vermittelt freiwillige Arbeitseinsätze auf Bergbauernhöfen

„Heign“, „haie“ oder „hagn“: Eine Vokabel, die in diesem Sommer wieder rund siebzig Freiwillige lernen werden. Sie steht für „heuen“, also jene Arbeit die Bergbauern zur Ernte des Winterfutters in Handarbeit auf steilen Wiesen verrichten. Der Maschinenring hat heuer wieder Einsätze mit freiwilligen Helferinnen und Helfern organisiert, die in den Sommermonaten in ganz Tirol von Nauders bis Innervillgraten stattfinden werden.
Ab einer gewissen Steillage ist das Einbringen des Heus nichts mehr mit maschineller Unterstützung möglich und muss in aufwändiger Handarbeit mit Sense und Rechen erledigt werden. Dabei hilft nicht nur die ganze Bauernfamilie zusammen. Wer möchte, hat sich beim Maschinenring als freiwillige Hilfskraft angemeldet. Diese Helfer stammen meist aus einem landwirtschaftsfernen, oft städtischen Umfeld und werden vom Maschinenring auf einen Bergbauernhof vermittelt.

Kost und Herberge gegen Handarbeit

Die Freiwilligen können für mehrere Tage oder Wochen nicht nur Landluft schnuppern, sondern auch einen Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt von Tiroler Bergbauern bekommen. Die Landwirte versorgen sie mit Kost und Unterkunft und erhalten eine wertvolle Unterstützung für die schwere Sommerarbeit.  Für die meisten Freiwilligen ist der Alltag auf einem Bauernhof etwas Neues, Affinität und Interesse sind jedoch vorhanden. In diesem Sinne trägt der Freiwilligeneinsatz zum gegenseitigen Verständnis bei. Der Löwenanteil  der Anfragen kommt heuer aus Deutschland, nämlich siebzig Prozent.  Aus Österreich stammen 28 Prozent und der Rest kommt mit jeweils knapp einem Prozent zu gleichen Teilen aus der Schweiz, aus Ungarn und aus Irland. Frauen sind heuer mit 61 Prozent in der Mehrheit. Im letzten Jahr war das Geschlechterverhältnis umgekehrt – da waren 59 Prozent der Freiwilligen Männer. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug im letzten Jahr zwanzig Tage. Die Einsätze werden sich auch heuer wieder auf eine Dauer von sieben bis dreißig Tage erstrecken.

Schwerpunkt Osttirol

Die siebzig Freiwilligen, die heuer dabei sind, sind über ganz Tirol verstreut. Ein regionaler Schwerpunkt liegt dabei im Bezirk Osttirol. Hier finden 24 Prozent aller Einsätze statt. Jeweils 17 Prozent gibt es in Kufstein, Landeck und Schwaz. Dann folgen Imst mit zehn, Innsbruck-Land mit fünf und Kitzbühel mit drei Prozent. „Das Projekt erfreut sich größter Beliebtheit. Es hat sich inzwischen so gut entwickelt, dass wir viele Bergbauernbetriebe unterstützen können. Umgekehrt sind die Plätze für Freiwillige so begehrt, dass wir hier jedes Jahr leider einige Absagen geben müssen. Aufgrund der verschiedenen Interessen der Freiwilligen freuen wir uns über die Anmeldung von neuen Betrieben.“, berichtet Maschinenring-Osttirol Geschäftsführer Martin Mayerl. Eine Anmeldung als Freiwillige/-r sollte früh genug und am besten online erfolgen. Tiroler Bergbauernbetriebe, die Unterstützung bei der Heuernte brauchen, können sich beim Maschinenring Tirol melden. Genauere Informationen und das Anmeldeformular gibt es hier: www.freiwilligambauernhof.at.

Kontakt für Rückfragen:
Mag. Karin Bachmann
Kommunikation
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A-6020 Innsbruck
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M +43 664 9606021
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