Soziale Betriebshilfe

neuer Bundesvertrag unterzeichnet
Soziale Betriebshilfe – neuer Bundesvertrag unterzeichnet
MR-Bundesobmann Hans Peter Werderitsch, SVB-Obfrau Vizepräsidentin Theresia Meier; stehend: Bundesgeschäftsführer Dr. Matthias Thaler, SVB-Generaldirektor Mag. Franz Ledermüller (v. l. n. r.)
Am 26. November 2013 wurde ein neuer Bundesvertrag über die Bereitstellung sozialer Betriebshilfe zwischen Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) und dem Bundesverband der österreichischen Maschinenringe abgeschlossen. Die Neuausrichtung der sozialen Betriebshilfe bringt neue Verrechungsmodalitäten und gewährleistet weiterhin rasche Hilfe über vom Maschinenring vermittelte Betriebshelfer. Sie lässt aber für den Betrieb auch die Möglichkeit offen, sich selbst eine geeignet Hilfskraft zu organisieren.

Ein großer Augenblick in der SVB. Der neue Bundesvertrag über die Soziale Betriebshilfe wird am 26. November 2013 in der SVB von Hans Peter Werderitsch, Bundesobmann der Maschinenringe und SVB-Obfrau Vizepräsidentin Theresia Meier unterzeichnet.
Damit findet ein Jahr intensiver Arbeit mit zahlreichen Verhandlungsrunden, die auf SVB-Seite von Obfraustellvertreter Vizepräsident Klaus Schwarz geleitet wurden, einen erfolgreichen Abschluss. Für Klaus Schwarz hatte dabei eine effiziente Hilfe für alle Betriebe – mit verschiedensten Ausrichtungen und in unterschiedlichen Situationen – oberste Priorität. Hier galt es, ein möglichst flexibles Modell zu finden.

Nach den neuen Bestimmungen wird die Betriebshilfe ab Jänner 2014 gleichsam als Sachleistung angeboten. Bei arbeitsunfähigkeitsbedingtem Ausfall des Betriebsführers oder eines am Betrieb hauptberuflich beschäftigten Angehörigen leistet die SVB einen Zuschuss zum Stundensatz des Betriebshelfers. Für die Vermittlung eines Betriebshelfers und als Ansprechpartner in Problemsituationen steht weiterhin der Maschinenring als Dienstleister zur Verfügung. Eine Einsatzkraft kann aber auch vom Betrieb selbst besorgt werden.
Gänzlich neu ist die administrative Abwicklung: Ist die Einsatznotwendigkeit und ein Leistungsanspruch bei der SVB festgestellt, finanziert die SVB die Leistung des Betriebshelfers zuerst einmal vor und übernimmt die Abrechnung der Einsätze. In weiterer Folge wird die Differenz zwischen zuerkanntem SVB-Stundensatz und den bevorschussten tatsächlich Betriebshelferkosten beim Einsatzbetrieb von der SVB gemeinsam mit der Beitragsvorschreibung eingehoben.
Das Leistungsausmaß der SVB im Rahmen der sozialen Betriebshilfe beläuft sich dabei auf einen Stundensatz von acht Euro pro Stunde für maximal acht Stunden am Tag.

Mit der nunmehrigen Unterschrift unter dem Vertrag stehen die rechtlichen Grundlagen für die Neuordnung der Betriebshilfe fest. Die Umsetzung in den beiden Organisationen läuft bereits auf Hochtouren. Sowohl Theresia Meier als auch Hans Peter Werderitsch betonen die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen und zeigen sich erfreut, mit der nun gemeinsam gefundenen neuen Lösung, eine Vereinfachung und eine positive Weiterentwicklung erreicht zu haben.
Werderitsch bezeichnet die Betriebshilfe, auch deren soziale Komponente, als ureigenste Aufgabe der Maschinenringe und sieht die Vermittlungs- und Unterstützungstätigkeit für die betroffenen Betriebe als Verpflichtung, aber auch als „Challenge“.
Für Theresia Meier sind die Maschinenringe ein ganz wichtiger Partner für die SVB und sie freut sich, dass es gelungen ist, das bewährte Modell der Betriebshilfe als effiziente Hilfestellung für die Bauernfamilien weiter auszubauen.