Ziegen und Schafe für ÖBB im Einsatz

Maschinenring Ziegen und Schafe für ÖBB im Einsatz
Ziegen und Schafe für ÖBB im Einsatz

Der Japanische Staudenknöterich wurde im 19. Jahrhundert als Zierpflanze nach Europa eingeschleppt. Die Pflanzen werden bis zu zwei Meter hoch und können mehrere Zentimeter pro Tag wachsen. Sie haben tief reichende, extrem fest sitzende Wurzeln und verdrängen viele heimische Pflanzenarten. Entlang der Koralmbahn in Kärnten sind vom Staudenknöterich mittlerweile 40 Hektar Fläche betroffen. Die ÖBB haben in den letzten Jahren schon viele Versuche unternommen, die Pflanze zurückzudrängen. Mit nur mäßigem Erfolg.

Gemeinsam mit dem Maschinenring wurde nun im Juni ein österreichweit einzigartiges Projekt auf die Beine gestellt. Vier Schafe und 14 Ziegen sollen in einem eingezäunten Testgelände für eine effiziente und ökologische Unkrautvernichtung sorgen. Bereits nach zwei Wochen konnte man erstaunlich positive Ergebnisse beobachten. Der Versuch soll bis September wertvolle Ergebnisse liefern. Siegmund Sucher, Projektbetreuer seitens des Maschinenring: „Das Schaf ist das Tier, das die bekömmlicheren Blätter frisst. Die Ziege bevorzugt hingegen die verholzten Pflanzenteile und schädigt diese."

Der Magdalensberger Landwirt und Maschinenring-Dienstleister Josef Jäger stellte seine Tiere für den Versuch zur Verfügung: Eine tägliche Wasserversorgung, ein passender Unterstand und ein laufender persönlicher Kontakt zu den Tieren ist notwendig. Des Weiteren achten wir darauf, alle tierschutzrechtlichen Bestimmungen genauestens einzuhalten“, so Jäger.

Die Landwirtschafstkammer Kärnten und das Land Kärnten beobachten den Test auch interessiert. Das Problem von eingeschleppten Pflanzen (Neophyten) ist auch im Agar-Bereich und entlang von Straßengräben ein großes Thema.

Sehen Sie hier das Video