Agrardienstleistungen auslagern – höchste Effizienz auch bei kleinen Betrieben

Das Kerngeschäft des Maschinenrings ist die Organisation der Maschinen- und Betriebshilfe der Landwirte untereinander.
Mit der intensiven Mechanisierung in der Landwirtschaft seit Beginn der 1950er ist der effiziente Maschineneinsatz von existenzieller Bedeutung geworden.
Seit 50 Jahren ist das Kerngeschäft des Maschinenrings die Organisation der Maschinen- und Betriebshilfe der Landwirte untereinander und führt zu einer Win-win-Situation im wahrsten Sinn des Wortes. Denn einerseits optimieren dienstleistende Landwirte ihre Ressourcen und auf der anderen Seite setzen auslagernde Landwirte ihre Arbeitszeit einkommenswirksam ein.

Landwirte sind Unternehmer im klassischen Sinn und müssen sich im Laufe der Zeit immer wieder mit den Fragen des effizienten Einsatzes ihrer Maschinen und vor allem ihrer eigenen Arbeitsleistung auseinandersetzen. Dabei stehen nicht nur betriebswirtschaftliche Überlegungen im Vordergrund, sondern auch die Frage nach der eigenen Expertise.
Wenn nun ein Landwirt beispielsweise einen 65 ha großen Betrieb führt, von dem 60 ha Ackerfläche und 5 ha Weingärten sind und seine Expertise und Leidenschaft der Weinbau ist, dann ist es auch im Sinne der Wirtschaftlichkeit, wenn der Ackerbau über den Maschinenring ausgelagert wird.

Bei Vollauslagerung bis zu EUR 12.000,- Vorteil gegenüber der Eigenmechanisierung bei 60 ha Ackerfläche
In diesem speziellen Fall handelt es sich mit 60 ha Ackerfläche um einen kleineren bis mittelgroßen Betrieb, bei dem die Gesamtauslagerung der Bewirtschaftung sinnvoll ist. In der Modellrechung fallen variable Kosten über die Maschinenring-Bewirtschaftung von rund EUR 25.000,- an. Mit der Eigenmechanisierung würden variable Kosten von rund EUR 18.000,- entstehen.
Dieser Vorteil zugunsten der Eigenmechanisierung geht aber bei der Betrachtung der Fixkosten und der kalkulatorischen Arbeitskosten verloren: Bei Abschreibungen, Zinskosten und Arbeitskosten (angenommen werden EUR 10,- /h) ist das Verhältnis eindeutig zugunsten der Auslagerung: rund EUR 22.600,- bei Eigenmechanisierung gegenüber lediglich rund EUR 3.800,- bei der Bewirtschaftung über den Maschinenring.
Unter dem Strich ergibt das einen Vorteil von knapp EUR 12.000,-, der direkt als Ertragssteigerung verbucht werden kann.

Moderne Maschinen arbeiten effizienter
Was in der Modellrechnung nicht berücksichtigt werden kann ist die Effizienz der eingesetzten Maschinen und Arbeitskräfte. Denn beim Maschinenring kommen immer die modernsten Maschinen der Landwirte zum Einsatz.
Ein weiterer Faktor für die Effizienz der eingesetzten Maschinen ist die Erfahrung des Maschinenführers: Während ein Landwirt, der alle Maschinen selbst bedient ,
nicht auf eine einzige Maschine spezialisiert ist, kennen die Maschinenführer ihr Arbeitsgerät genau und können mit ihrer Erfahrung die Effizienz weiter steigern.

Der Landwirt dieses Modellbeispieles profitiert daher von einem höheren Ertrag bei gleichzeitig deutlich geringeren Gesamtkosten während er sich voll und ganz dem Weinbau widmen kann.

Für kleine Betriebe überlebenswichtig
Was im angeführten Fallbeispiel wirtschaftlich sinnvoll ist, ist bei kleinen Betrieben von existenzieller Bedeutung.
Ein Betrieb mit rund 20 ha Ackerfläche wird es mit Eigenmechanisierung kaum schaffen, die maximal EUR 90,- Produktionskosten pro Tonne Getreide zu unterschreiten, die heute als Wettbewerbsgrenze angenommen werden.
Im Gegenteil. Bei voller Eigenmechanisierung kann ein Produktionswert von rund EUR 180,- durchaus im Bereich des Notwendigen liegen. Mit der Bewirtschaftung des Maschinenrings ist dieser Wert von EUR 90,- pro Tonne nicht nur erreichbar, sondern wird durch die Ertragssteigerung aufgrund des Einsatzes von modernsten Maschinen in der Regel deutlich unterschritten.

Win-win-Situation: Maschinen und Arbeitskraft werden optimal genutzt
Von der Auslagerung profitiert natürlich auch der dienstleistende Landwirt. Denn nicht nur Maschinen sondern auch die Arbeitskraft werden optimal ausgelastet.
Damit ergibt sich für dienstleistende Landwirte ein Zusatzeinkommen das wiederum dazu beiträgt, das Unternehmertum auch in kleineren Strukturen zu stärken.