Maschinenring Leistungsbilanz anlässlich der Bundestagung in Zell/See

25.9.2009

Zur Bundestagung, die von Mittwoch, 23.9. bis Freitag, 25.9. dauerte, nahmen rund 450 Funktionäre, Mitarbeiter und Gäste aus Politik, Wirtschaft und Landwirtschaft teil. „Gerade in Zeiten der Krise ist die Stärkung des Wettbewerbs des ländlichen Raumes mit agrarischen Vermittlungsleistungen von Landwirt zu Landwirt von höchster Bedeutung!“ sagte Werderitsch in seinem Eingangsstatement und bedankte sich beim Salzburger Gastgeber Obmann Thomas Ließ für die perfekte Organisation und das informative, unterhaltende Programm im Namen aller Teilnehmer.
Die Maschinenring Strategie 2015 – für Österreichs Landwirtschaft
„In einer Dienstleistungsorganisation wie es der Maschinenring ist, kommt jedem einzelnen Mitarbeiter allerhöchste Bedeutung zu – vor allem in Zeiten, die zunehmend schwieriger für Österreichs Landwirtschaft wird. Deshalb “, so Werderitsch weiter, „haben wir die Strategie 2015 festgeschrieben. Unsere Ziele sind sicherlich jedem aus unserer Organisation klar, aber es bedarf einer guten und ausformulierten Strategie, um den Blick für das Wesentliche nicht zu verlieren. Mit der Strategie 2015 werden wir unsere Ziele im Sinne unserer Mitgliedsbetriebe und der österreichischen Landwirtschaft erreichen“, ist sich Werderitsch sicher.

Markt- und Qualitätsführerschaft für Österreichs Landwirtschaft
Die Kernideologie der Maschinenring Organisation definiert das Ziel: Die partnerschaftliche Unterstützung der bäuerlichen Mitglieder steht im Zentrum aller Aktivitäten. „Damit“, so Werderitsch, „helfen wir mit innovativen und auf die regionalen, landwirtschaftlichen Bedürfnisse abgestimmten Dienstleistungen, unseren Mitgliedern ihre Einkommen zu sichern! Wenn alle Mitarbeiter und Funktionäre des Maschinenrings die Kernideologie beachten, ist auch das Ziel erreichbar!“ Das Ziel der österreichischen Maschinenringe sei die Markt- und Qualitätsführerschaft bei Maschinen- und Personaldienstleistungen in Österreich und die Erschließung neuer Märkte in Mittel und Osteuropa.

Internationale Wettbewerbsfähigkeit
„Als Gesamtstrategie der Maschinenring Organisation gilt es“, so der Gastgeber der Maschinenring Bundestagung 2009, Obmann Thomas Ließ, „das Führungs- und

Management-Know-how der gesamten Maschinenring Organisation weiter zu verbessern, die Flexibilität der Organisation zu erhöhen und die Kosteneffizienz in den Unternehmungen zu steigern, um eine langfristig international wettbewerbsfähige Struktur zu schaffen!“ In Salzburg werde das, so Ließ, insbesondere vom Maschinenring Flachgau aktiv umgesetzt, da mit dem Bayerischen Maschinenring Laufen schon seit Jahren eine gute Zusammenarbeit gepflegt wird.“

Optimierter Einsatz von Ressourcen – win-win Situation für Ökologie und Ökonomie
Um mit der rasanten Weiterentwicklung der Agrartechnologie Schritt halten zu können, gründen Maschinenring-Betriebe für den überbetrieblichen Maschineneinsatz Gemeinschaften, die vom Maschinenring koordiniert werden. Erst dadurch können modernste Arbeitsgeräte, die heute deutlich sparsamer mit Ressourcen umgehen, auch in der traditionell klein strukturierten österreichischen Landwirtschaft ökonomisch sinnvoll eingesetzt werden. „Der Verleih von Maschinen inklusive Maschinenführer und die Vermittlung von agrarischen Hilfsleistungen entsprach 2008 einer Wirtschaftsleistung von rund EUR 125,3 Mio., das sind plus 12 % gegenüber dem 2007 erreichten Ergebnis von EUR 110 Mio.“ berichtet Bundesgeschäftsführer Dr. Matthias Thaler.
Rudolf Huber, MAS, MIM, kann auch über ausgezeichnete Ergebnisse für den Maschinenring Salburg bereichten: „ Alleine in Salzburg konnten wie einen Verrechungswert im Bereich Agrag von EUR 5,2 Mio. verzeichnen, das entspricht einem Plus von fast 5 % gegenüber dem Vorjahr!.
„Damit“, so Huber weiter, „zeigen wir besonders in Salzburg, welches vorwiegend über eine klein strukturierte, alpine Landwirtschaft verfügt, dass das Thema bäuerliche Zusammenarbeit von höchster Bedeutung ist!“

Arbeitsplatzfaktor im landwirtschaftlichen Umfeld
Im Rahmen der gesamten Vermittlungstätigkeit zwischen landwirtschaftlichen Betrieben wurden österreichweit rund 5 Mio. Stunden an Arbeits- und Maschinenleistungen vermittelt. Mehr als 20.000 Landwirte konnten damit ihre Maschinen und ihre Arbeitskraft optimal bei rund 41.000 Betrieben einsetzen.
Im Bereich nichtagrarische Servicedienste (Winterdienste, Grünraumdienste) nutzten fast 12.000 Landwirte die Möglichkeit für ein zusätzliches Einkommen.
„Über alle Tätigkeitsfelder“, so Huber, haben wir in allen Salzburg rund 2.200 flexible Arbeitsplätze für Bauern und mittlerweile auch Bäuerinnen, geschaffen. Damit stellen wir zusätzliche Einkommensmöglichkeiten im ländlichen Gebiet sicher und verhindern wirkungsvoll die Abwanderung in Ballungszentren!“
„In ganz Österreich schafft der Maschinenring “, so Thaler, „fast 26.000 zusätzliche Arbeitsplätze im ländlichen Raum! Damit gehört die Maschinenring Organisation zu den wichtigsten Arbeitgebern Österreichs!“

Die soziale Betriebshilfe – Hilfe für landwirtschaftliche Betriebe in Notlagen
Im Bereich der Vermittlung von Betriebshelfern nimmt die so genannte soziale Betriebshilfe einen besonderen Stellenwert ein. Bei Krankheit, Unfall, Todesfall oder bei Rehabilitation eines Landwirts bietet der Maschinenring die Vermittlung von rascher und qualifizierter Hilfe am Hof.
Der Maschinenring und die Sozialversicherungsanstalt der Bauern arbeiten seit 1996 in der sozialen Betriebshilfe erfolgreich zusammen, um jedem landwirtschaftlichen Betrieb in einer Notlage unbürokratisch qualifizierte Betriebshelfer zur Verfügung zu stellen.
Der Maschinenring stellt ihn bereit, überprüft die Qualität seines Einsatzes und erledigt die Abrechnung mit der Sozialversicherungsanstalt der Bauern. Im Zeitraum 1.1.2008 bis 31.12.2008 wurden von 2.306 Betriebshelfern 780.062 Stunden an sozialer Betriebshilfe geleistet.

Maschinenring Personal Leasing – trotz schwierigem Umfeld auf Kurs
Thaler
zog eine erfreuliche Bilanz für den Bereich Personal Leasing in der Maschinenring Organisation in Österreich:
Seit 10 Jahren bietet der Maschinenring Arbeitern und Facharbeitern aus dem ländlichen Bereich die Möglichkeit, flexibel dazuzuverdienen. Das kann vor allem für Nebenerwerbslandwirte von existenzieller Bedeutung sein. Die Maschinenring Personal Leasing unterscheidet sich vom Mitbewerb vor allem dadurch, dass ausschließlich Mitarbeiter aus dem ländlichen Bereich beschäftigt werden. Sie sind vielseitig talentiert, hochmotiviert und packen auch richtig zu. Ihre regionale Bindung ist ein zusätzlicher Vorteil, die erzielte Wertschöpfung bleibt in der Region. 2008 wurden rund EUR 39,5 Mio. umgesetzt.

„Natürlich“, so Thaler weiter, „erwarten wir für 2009 aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes kein Plus. Aber wir rechnen – im Gegensatz zum Gesamtleasingmarkt – mit einem akzeptablen Ergebnis, da unsere Kunden weniger in der Industrie als in kleineren Handwerksbetrieben zu finden sind.“

Geschäftsfeld Service
In diesem Geschäftsfeld werden alle Dienstleistungen abgebildet, die an nichtagrarische Betriebe angeboten werden. Beispielsweise die Grünraumpflege und der Winterdienst, die Gartenpflege, Landschaftsgestaltung. Aber auch Bereiche wie Bio-Energie, das Betreiben von Heizwerken, Projekte in der Wasserwirtschaft, etc ..., gehören dazu. 2008 wurden in diesem Bereich EUR 108,2 Mio. umgesetzt, wobei der Winterdienst mit rund 45 % davon den größten Anteil ausmacht.
(c): Maschinenring/ Klaus Huber
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vl: GF Huber, Obmann Ließ, Bundesobmann Werderitsch, Bundes-GF Thaler