Biomasse-Heizwerke - mehr als Wärme

19.10.2009

"Unsere Biomasse-Mikroheizwerke sind in vielerlei Hinsicht ein Gewinn", ist sich der Landesobmann des Maschinenring Steiermark, BKO Josef Wumbauer sicher. "Die Unabhängigkeit vom weltweiten Rohstoffmarkt ist ein Aspekt. Dass wir mit heimischem Hackgut heizen und damit die Wertschöpfung in der Region verbleibt, der zweite Aspekt. Der dritte - für den Maschinenring wichtigste - Aspekt, wir schaffen damit ein zusätzliches Einkommen für Landwirte!"

Am Freitag, 16.10.2009 stellten der Obmann des Maschinenring Steiermark, BKO Josef Wumbauer, Bgm. Johann Feichter, der Bürgermeister von Krottendorf/Gaisfeld der Präsident des Steiermärkischen Gemeindebundes, Labg. Bgm. Erwin Dirnberger Bürgermeister von St.Johann/Köppling und Bgm. Manfred Mauser, Bürgermeister von Ligist, das Biomasse-Heizwerk vor, das die örtliche Schule mit Wärme versorgt.

Der Aufbau, die Beschickung und der technische und wirtschaftliche Betrieb wird vom Maschinenring abgewickelt. Lösungen dieser Art sind für die betreffende Region und die lokale Landwirtschaft von Vorteil.
Denn Abhängigkeiten von fossilen Rohstoffen sind nicht nur ein Risiko betreffend Preisstabilität und Versorgungssicherheit, es gibt auch fast keine positiven wirtschaftlichen Effekte für die Region.
Der Betrieb von Biomasseheizwerken hingegen ist ein Schritt in Richtung „Energie-Autonomie“ Das bedeutet nicht nur unabhängig vom internationalen Rohstoffmarkt zu sein, das bedeutet auch, dass Verknappungen und Preisschwankungen am Weltmarkt einen sicheren Heizbetrieb nicht mehr stören können. Allein in der Steiermark versorgen lokale Forstwirte inzwischen fünf Heizanlagen mit dem erforderlichen Waldhackgut. Auch der laufende Betrieb, die Betreuung und die Wartung der Heizanlage wird von Land- oder Forstwirten abgewickelt.

Rauchfreie Inbetriebnahme
Bei der offiziellen Inbetriebnahme der Anlage konnten sich die anwesenden Gäste von der Umweltfreundlichkeit überzeugen: Während im Umfeld – am Freitag war es in Krottendorf recht kalt– die Schornsteine deutlich sichtbar Rauch ausstießen, lief die Anlage ohne sicht- und riechbare Anzeichen, während die Schule wohltemperiert war.


Im Detail –
die Biomasse-Heizwerke des Maschinenrings


Der Maschinenring finanziert und errichtet Heizanlagen, betreut diese und liefert die Wärme direkt zum Abnehmer ins Haus. Die Energie wird über eine Wärmeübergabestation ins hauseigene Heizsystem abgegeben. Die Abrechnung erfolgt über die tatsächlich verbrauchte Energie. Dabei wird die Wärmelieferung für 20 Jahre zu indexgesicherten Fixpreisen garantiert.


Technische Details des Biomasse-Heizwerks Krottendorf

• 2 x 200 KW Hargassner Hackschnitzelheizung (Doppelkesselanlage als Ausfallsicherung und für einen umweltfreundlichen Betrieb (mehr Volllaststunden))
• 2000 l Puffer für eine kurzfristige Überbrückung der Spitzen und ein umweltfreundlicheres Abbrandverhalten
• Anlage unterschreitet die gesetzlichen Emisionswerte deutlich
• Hydraulische Installationen von Fa. HSA
• Einsatz einer Drehzahl geregelten Netzpumpe (energiesparend, umweltfreundlich)
• Regeltechnik von Fa. Schneid mit Fernwartung –auslese, und –störungsbehebung
• Heizhaus und Bunker aus Betonfertigcontainern (Brandschutz F90)
• Hackgutlagerraum ~ 80 m³ effektiver Nutzraum
• Hackschnitzel werden über 2 Förderschnecken eingebracht (Leistung 50 m³/h)
bringt eine kurze Befüllzeit
• Wärme wird über eine Fernwärmeleitung (aus Kunststoff Größe 2 Zoll) in die Schule transportiert

Brennstoffversorgung
Es werden zu 100 % Hackschnitzel von den örtlichen Landwirten eingesetzt
Jahresbedarf liegt bei ~ 700 srm Hackschnitzel
Logistikkette für die Hackschnitzelbereitstellung wurde zusammen mit MR Voitsberg optimiert => kurze u. effiziente Transportwege; Zwischenlager => zus. CO2 Einsparung

Vorteile einer Containerheizanlage:
Schlank und kompakt
Passt sich gut ins Umgebungsbild ein (Außenfassade in Reibputz, Verblechung oder Holzverschalung möglich)
Rasch in der Herstellung
Keine aufwändigen Leitungsnetze notwendig, da mobil